Heute ist Welt-Benzodiazepin-Tag
Heute ist Welt-Benzodiazepin-Tag. Ein guter Zeitpunkt, um über den Gebrauch dieser Medikamente nachzudenken. Benzodiazepine sind Medikamente, die gegen Angst, Anspannung und Schlafprobleme wirken. Vielleicht nehmen Sie sie selbst oder kennen jemanden, der sie nimmt. Diese Medikamente helfen kurzfristig, bergen aber auch Risiken, wenn man sie länger nimmt.
Was sind Benzodiazepine?
Benzodiazepine sind Medikamente, die Ihr Gehirn beruhigen. Sie bewirken, dass man sich ruhiger fühlt oder leichter einschläft. Bekannte Beispiele sind Diazepam, Oxazepam, Lorazepam und Temazepam. Ärzte verschreiben sie in der Regel bei Schlaflosigkeit, Angstzuständen oder Unruhezuständen. Sie wirken schnell und können vorübergehend Linderung verschaffen. Sie verstärken die Wirkung einer Substanz im Gehirn namens GABA. GABA ist eine Art "Hemmstoff". Es bewirkt, dass sich Ihr Körper entspannt und Ihr Gehirn weniger Reize weiterleitet.
Wenn Sie zu viel Anspannung, Angst oder Stress empfinden, hilft GABA, dies zu hemmen. Benzodiazepine verbessern dieses natürliche System vorübergehend. Man fühlt sich dann ruhiger, weniger ängstlich oder schläfrig.
Beispiele für Benzodiazepine sind:
- Oxazepam - bei Angst oder Anspannung
- Temazepam - bei Schlafproblemen
- Lorazepam - bei Unruhe oder als Schlafmittel
- Diazepam - bei Muskelverspannung, Angstzuständen oder Epilepsie
Sie wirken normalerweise schnell: Innerhalb von 30 Minuten bis 1 Stunde. Aber die Wirkung ist vorübergehend, meist mehrere Stunden bis zu einem halben Tag.
(Quelle: pharmacy.co.uk, knmp.co.uk)
Was macht es mit Ihrem Körper?
Wenn Sie ein Benzodiazepin einnehmen:
- Ihre Muskeln entspannen sich
- Ihre Herzfrequenz sinkt leicht
- Ihre Atmung wird ruhiger
- Sie fühlen weniger Angst oder Anspannung
- Sie schlafen leichter ein
(Quelle: thuisarts.nl, rijksoverheid.nl
Risiko von Abhängigkeit und Gewöhnung
Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass Benzodiazepine süchtig machen können. Wenn man sie über einen längeren Zeitraum einnimmt, gewöhnt sich der Körper an sie. Man braucht dann immer mehr davon, um die gleiche Wirkung zu spüren. Wenn Sie die Einnahme beenden, können Entzugserscheinungen wie Zittern, Schwitzen oder Angstgefühle auftreten. Deshalb ist es wichtig, Benzodiazepine nicht länger als ein paar Wochen am Stück einzunehmen, es sei denn, es gibt einen guten Grund.
(Quelle: thuisarts.nl, apotheek.nl)
Gemeinsamer Entzug: Wie geht das?
Sie nehmen schon seit einiger Zeit Benzodiazepine? Dann ist es ratsam, gemeinsam mit Ihrem Arzt und mit uns einen Ausstiegsplan zu erstellen. Es ist wichtig, dass Sie nicht alles auf einmal absetzen. Sie reduzieren das Medikament langsam, in kleinen Schritten. Das verringert das Risiko von Entzugserscheinungen.
In der Apotheke helfen wir Ihnen dabei. Gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Arzt erstellen wir einen persönlichen Entwöhnungsplan. Dabei berücksichtigen wir Ihre Situation, Ihre Dosierung und wie lange Sie das Medikament schon einnehmen. Manchmal stellen wir spezielle Ausstiegskapseln oder maßgeschneiderte Dosen her.
(Quelle: knmp.nl)
Welche Rolle spielt die Apotheke?
Als Apotheke sind wir nicht nur dazu da, Ihnen Medikamente zu geben. Wir denken aktiv mit Ihnen über die sichere Anwendung nach. Bei Benzodiazepinen achten wir besonders auf die Wiederholungsverschreibungen. Ist eine langfristige Einnahme noch notwendig? Oder ist es an der Zeit, die Einnahme zu reduzieren?
Wir erklären Ihnen die Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken. Wir helfen Ihnen auch, wenn Sie Ihren Konsum beenden oder reduzieren wollen. Wir hören zu, denken mit Ihnen mit und bieten einen Ansatz, der zu Ihnen passt.
(Quelle: rijksoverheid.nl, apotheek.nl)
Aufmerksamer Gebrauch
Benzodiazepine sind nützliche Medikamente, aber nur, wenn man sie bewusst und über kurze Zeiträume hinweg einsetzt. Der Welt-Benzodiazepin-Tag erinnert uns daran, wie wichtig es ist, gemeinsam auf den richtigen Gebrauch zu achten. Haben Sie Fragen zu Ihrem Gebrauch? Oder möchten Sie wissen, wie Sie den Konsum reduzieren können? Dann sollten Sie nicht länger warten.
Fragen?
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