Palliativmedizin
Palliativpflege ist die Betreuung von Menschen mit einer unheilbaren Krankheit in der letzten Phase des Lebens. Hier geht es vor allem darum, Seelenfrieden und Trost zu spenden. Die Apotheke spielt eine entscheidende Rolle: 24/7 Verfügbarkeit von Medikamenten vor Ort, das ist in diesem Zusammenhang natürlich sehr wichtig.
Intensiv und emotional
Für den Patienten selbst ist die palliative Phase intensiv, das Gleiche gilt für die informellen Betreuer. Diese Zeit erfordert nicht nur eine intensive Pflege, eine extreme Betreuung, sie ist natürlich auch eine emotionale Phase. Der Arzt, der Apotheker und die häusliche Pflege beraten sich häufig, z. B. über die Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten. Dies kann über Tabletten oder Pflaster, aber auch über eine Pumpe erfolgen. Der Apotheker berät sich auch mit der informellen Pflegeperson.
Was strebt die Apotheke an?
Das Hauptziel der Apotheke ist es, sicherzustellen, dass die pharmazeutische Versorgung vor Ort im Bedarfsfall schnell verfügbar ist. Das ist besonders für diese Patientengruppe von Bedeutung. Unsere Apotheken garantieren eine 24/7-Verfügbarkeit von Medikamenten.
Häufig verwendete Medikamente
Häufig verwendete Medikamente in der Palliativmedizin sind Midazolam und Opioide. Midazolam hat eine schlafanstoßende Wirkung. Es macht den Patienten ruhiger, weniger ängstlich und entspannt die Muskeln.
Opioide sind starke Schmerzmittel. Wir kennen sie auch als morphinähnliche Mittel. Man denke an Oxycodon, Fentanyl und Methadon.
>Missverständnis
Es ist ein Missverständnis, dass Palliativpflege gleichbedeutend mit Sterbebegleitung ist. Palliativpflege kann eine Langzeitpflege sein, manchmal über Jahre hinweg. Dies gilt insbesondere für chronische Erkrankungen wie COPD, Herzinsuffizienz und einige onkologische und neurologische Erkrankungen. Entgegen der landläufigen Meinung umfasst die Palliativpflege weitaus mehr Erkrankungen als nur Krebs.
Quellen und Links
Organisationen der Palliativmedizin
Ähnliche Artikel
Lesen Sie auch