Dementie

Demenz

Zustand und Krankheit
Demenz Vaskuläre Demenz Alzheimerkrankheit Gehirnkrankheit

Demenz ist ein Oberbegriff für mehr als 50 Hirnerkrankungen, von denen die Alzheimer-Krankheit die bekannteste ist. Andere Formen sind vaskuläre, frontotemporale und Lewy-Körper-Demenz. Demenz führt zu Gedächtnisverlust, Denkstörungen und Verhaltensänderungen, weil das Gehirn Informationen nicht mehr richtig verarbeitet. Obwohl Demenz nicht geheilt werden kann, können Medikamente die Symptome lindern oder den Krankheitsprozess verlangsamen.

Dementie

Die häufigsten Arten von Demenz

Alzheimer ist die bekannteste und häufigste Art von Demenz. Im Folgenden haben wir die vier häufigsten Demenzarten für Sie aufgelistet.

Alzheimer-Krankheit

Alzheimer ist die bekannteste Demenzart. Etwa 70 Prozent der Demenzkranken haben Alzheimer. Sie beginnt oft mit Gedächtnisproblemen und Schwierigkeiten bei alltäglichen Aktivitäten. In späteren Stadien kommen viele andere Symptome hinzu.

Vaskuläre Demenz

Nach Alzheimer ist die vaskuläre Demenz die häufigste Form der Demenz. Die Ursache ist eine Störung der Blutzufuhr zum Gehirn. Welche Symptome auftreten, hängt davon ab, welche Hirnregion geschädigt ist.

Frontotemporale Demenz (FTD)

Die frontotemporale Demenz (FTD) ist seltener als die Alzheimersche und die vaskuläre Demenz. Diese Form tritt häufiger bei jüngeren Menschen auf. Sie sind oft die ersten, die Veränderungen im Verhalten oder Probleme mit Sprache und Sprechen (Aphasie) bemerken. FTD ist schwerer zu erkennen, weil man bei jüngeren Menschen nicht sofort an Demenz denkt.

Lewy-Body-Demenz (LBD)

Die Lewy-Body-Demenz (LBD) ist seltener als Alzheimer und vaskuläre Demenz. Bei dieser Form kann sich der Zustand der Betroffenen schnell verschlechtern, manchmal bleibt er aber auch eine Zeit lang stabil. Eine Person mit Lewy-Körper-Demenz entwickelt oft auch Symptome der Parkinson-Krankheit, wie Zittern und Bewegungsschwierigkeiten.

>

Medikamente gegen Demenz

In den Niederlanden stehen vier Medikamente zur Verfügung, die zur Behandlung von Demenz eingesetzt werden: Galantamin, Rivastigmin, Donepezil und Memantin. Diese Medikamente heilen die Demenz nicht, aber sie können dazu beitragen, dass sich die Symptome weniger stark verschlimmern. Sie werden vor allem bei der Alzheimer-Krankheit, aber auch bei anderen Formen der Demenz wie der Parkinson-Demenz und der Lewy-Körperchen-Demenz eingesetzt.

  1. Galantamin, Rivastigmin und Donepezil

    Diese Arzneimittel werden häufig in den frühen Stadien der Alzheimer-Krankheit und manchmal auch in späteren Stadien der Parkinson-Demenz und der Lewy-Körperchen-Demenz verschrieben. Sie helfen, das Gedächtnis und die alltäglichen Fähigkeiten zu verbessern, so dass Demenzkranke länger selbständig leben können.

  2. Memantin

    Dieses Medikament wirkt vor allem bei Menschen mit mittlerer bis schwerer Alzheimer-Krankheit. Es sorgt dafür, dass die Gehirnzellen besser funktionieren und schützt sie vor weiteren Schäden. Es kann dazu führen, dass eine Person ruhiger wird und die täglichen Herausforderungen besser bewältigen kann.

Wie wirken diese Medikamente?

Die Wirkung von Medikamenten gegen Demenz ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Deshalb ist es wichtig, so früh wie möglich mit der Behandlung zu beginnen, denn je früher man damit beginnt, desto besser können die Medikamente wirken. Sie verbessern zum Beispiel das Gedächtnis und die Leistung bei alltäglichen Aufgaben, was sich positiv auf die Lebensqualität auswirken kann.

Es ist jedoch gut zu wissen, dass diese Medikamente nicht bei allen Menschen gleich gut wirken. Bei manchen Menschen ist die Wirkung stärker als bei anderen, und es kann einige Zeit dauern, bis die richtige Dosierung gefunden ist.

>

Nebenwirkungen

Wie bei anderen Medikamenten können auch Demenzmedikamente Nebenwirkungen haben. Vor allem Galantamin und Rivastigmin können manchmal unangenehme Nebenwirkungen haben, wie Übelkeit, Schwindel oder Durchfall. Bei Memantin sind diese Nebenwirkungen weniger häufig. Machen Sie sich Sorgen über Nebenwirkungen? Wenden Sie sich in diesem Fall immer an Ihren Arzt oder Apotheker. Sie können Ihnen helfen, die Nebenwirkungen so weit wie möglich zu verringern oder eine Alternative zu finden.

>

Medikamente gegen andere Beschwerden

Neben den Medikamenten, die speziell zur Behandlung von Demenz entwickelt wurden, leiden viele Menschen mit Demenz unter anderen Beschwerden wie Niedergeschlagenheit, Angst, Schlaflosigkeit oder Aggression. Auch für diese Beschwerden können Medikamente wie Antidepressiva oder Beruhigungsmittel verschrieben werden. Diese Medikamente können dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern.

Demenz ist eine tiefgreifende Krankheit, die leider noch nicht geheilt werden kann. Dennoch können Medikamente eine wichtige Rolle bei der Verlangsamung des Krankheitsprozesses und der Verbesserung der Lebensqualität spielen. Je früher ein Demenzkranker mit der medikamentösen Behandlung beginnt, desto größer ist die Chance auf Besserung. Haben Sie Fragen zu Medikamenten oder Bedenken wegen Nebenwirkungen? Besprechen Sie dies mit uns. Gemeinsam werden wir die beste Behandlung finden.

Ähnliche Artikel

Lesen Sie auch