Welt-Alzheimertag
Demenz: Neueste Erkenntnisse
Aktuelle Forschungsergebnisse von 27 Experten, die in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurden, zeigen überzeugende neue Beweise dafür, dass unbehandelter Sehverlust und hohes LDL-Cholesterin Risikofaktoren für die Entwicklung von Demenz sind. Wenn Sie die Risikofaktoren frühzeitig angehen, können Sie das Demenzrisiko erheblich verringern. Aber was genau können Sie tun? In diesem Artikel erklären wir, wie ein gesunder Lebensstil, saubere Luft und sogar eine Brille oder ein Hörgerät helfen können.
Lebensstil und Gesundheit
Alles beginnt mit einem gesunden Lebensstil. Was gut für Ihr Herz ist, ist auch gut für Ihr Gehirn. Mit dem Rauchen aufzuhören, weniger Alkohol zu trinken, mehr Sport zu treiben und ein gesundes Gewicht zu halten, sind einige der wichtigsten Schritte, die Sie unternehmen können. Auch die Vorbeugung von Diabetes und die Kontrolle von Bluthochdruck und Cholesterin sind entscheidend. Dies sind Risikofaktoren, die nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen, sondern auch das Gehirn beeinträchtigen und das Demenzrisiko erhöhen können.
Das Demenzrisiko wird hauptsächlich durch das Alter bestimmt. Da die Menschen immer älter werden, steigt die Zahl der Demenzfälle weltweit stark an. In den reichen Ländern ist jedoch ein leichter Rückgang der neuen Fälle von altersbedingter Demenz zu beobachten. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man sich seit den 1980er Jahren stark auf die Prävention und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen konzentriert hat. Der Neuropsychologe und Epidemiologe Kay Deckers von der Universität Maastricht betont: "Viele Menschen sind sich dessen nicht bewusst, aber was gut für das Herz und die Gefäße ist, ist auch gut für das Gehirn."
Die Bedeutung eines guten Seh- und Hörvermögens
Ein weiterer überraschender Faktor bei der Vorbeugung von Demenz ist Ihr Seh- und Hörvermögen. Ein Verlust des Seh- und Hörvermögens kann das Demenzrisiko erhöhen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Augen und Ohren rechtzeitig untersuchen lassen. Brauchen Sie eine Brille? Dann stellen Sie sicher, dass Sie eine tragen. Auch wenn Ihr Gehör nachlässt, kann ein Hörgerät Ihnen helfen, aktiv zu bleiben und sich in sozialen Situationen zu engagieren, was wiederum gut für Ihr Gehirn ist.
Soziale Aktivität und Bildung
Soziale Kontakte und geistige Aktivität spielen ebenfalls eine große Rolle für die Gesunderhaltung des Gehirns. Bleiben Sie neugierig, lernen Sie neue Dinge und pflegen Sie soziale Kontakte. Bildung von klein auf ist wichtig, aber auch später im Leben kann es helfen, kognitiv und sozial aktiv zu bleiben, um das Gehirn stark zu halten.
Saubere Luft und gesunde Umwelt
Eine saubere Wohnumgebung ist ebenfalls wichtig. Tatsächlich hat man festgestellt, dass auch Luftverschmutzung ein Risikofaktor für Demenz ist. Obwohl Sie die Luftqualität in Ihrer Umgebung nicht immer beeinflussen können, können Sie Maßnahmen ergreifen, um sich vor ihr zu schützen. Vermeiden Sie stark frequentierte Bereiche, wenn Sie Sport treiben oder spazieren gehen.
Fangen Sie rechtzeitig an
Je früher Sie anfangen, diese Risikofaktoren anzugehen, desto besser. Auch später im Leben kann ein gesünderer Lebensstil noch positive Auswirkungen haben, auch wenn diese mit zunehmendem Alter schwächer werden. Untersuchungen der Universität Maastricht haben ergeben, dass sogar Fünfzig- und Sechzigjährige ihr Demenzrisiko halbieren können, wenn sie gesünder leben. Bei den Siebzigern ist der Effekt etwas geringer, und bei den Achtzigern war kein Effekt messbar.
Wer sich bewusst für einen gesunden Lebensstil entscheidet, seine Augen und Ohren regelmäßig untersuchen lässt und in seinem sozialen Leben aktiv bleibt, kann sein Demenzrisiko verringern. Dies sind einfache Schritte, die einen großen Unterschied in der Lebensqualität ausmachen können.
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