Herbst und geistiges Wohlbefinden: Wussten Sie das?
Der Herbst kann wunderschön sein, aber wussten Sie, dass viele Menschen in dieser Zeit an Herbstdepression oder Winterblues leiden? Kürzere Tage und weniger Sonnenlicht beeinträchtigen die Stimmung. Zu den Beschwerden gehören oft: Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Grübeln, mehr Schlaf oder einfach Schlaflosigkeit. Dies wird auch als saisonale Depression (SAD) bezeichnet.
Was hilft gegen den Winterblues?
Eine gesunde Lebensweise bleibt die Grundlage: Gehen Sie jeden Tag nach draußen, treiben Sie regelmäßig Sport und achten Sie auf feste Schlafzeiten. Bei schweren Symptomen kann der Hausarzt eine Lichttherapie oder Medikamente empfehlen.
Selbstmedikation bei Depression und Anspannung
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Selbsthilfe bei Schlafproblemen
- Behalten Sie einen regelmäßigen Schlafrhythmus bei: Gehen Sie jeden Tag etwa zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie zu festen Zeiten auf.
- Vermeiden Sie Koffein, Alkohol und Bildschirme am Abend.
- Achten Sie darauf, sich vor dem Schlafengehen zu entspannen, zum Beispiel durch Lesen oder Atemübungen.
- Schlafmittel werden nur für kurze Zeit, bis zu einigen Wochen, verwendet, da sie süchtig machen und Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit verursachen können.
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Selbsthilfe bei depressiven Symptomen
- Bewegen Sie sich, auch wenn es schwerfällt; tägliches Spazierengehen oder Radfahren kann helfen.
- Kontakte mit der Familie oder mit Freunden aufrechterhalten.
- Struktur im Tag gibt etwas, an dem man sich festhalten kann, zum Beispiel feste Zeiten für das Aufstehen, das Essen und die Aktivitäten.
- Bei leichten Symptomen hilft oft Unterstützung und Anleitung, Medikamente sind dann meist nicht nötig.
In unserer Apotheke finden Sie rezeptfreie Mittel, die bei Herbstsymptomen Unterstützung bieten:
- Vitamin D-Präparate: rezeptfrei, wichtig bei wenig Sonnenlicht.
- Melatonin: niedrig dosiert ohne Rezept, hilft bei Schlafproblemen. Höhere Dosen nur mit Rezept.
- Valerian, bei Nervosität, Anspannung und Schlaflosigkeit
Verordnete Medikamente
Bei Schlafstörungen und depressiven Symptomen beginnt die Behandlung meist ohne Medikamente. Der Hausarzt schaut sich zunächst den Lebensstil, den Tagesablauf und Gespräche oder eine Therapie an.
- Schlafmittel: können manchmal kurzzeitig eingesetzt werden, zum Beispiel für ein paar Wochen. Sie helfen, besser zu schlafen, können aber süchtig machen und Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit verursachen.
- Antidepressiva: werden nur eingesetzt, wenn die Symptome schwerer sind oder lange anhalten. Diese Medikamente wirken erst nach einigen Wochen und müssen über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.
Der Hausarzt bespricht immer mit dem Patienten, ob Medikamente notwendig sind und welche Behandlung am besten ist.
Rolle der Apotheke
Wir beraten Sie persönlich über die sichere Anwendung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. So können Sie sicher sein, dass Ihre Behandlung gut angepasst ist.
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