Pflegeprogramm Sturzprävention

Vertragliche Pflege
Anleitung zur Medikation Altenpflege Sturzprävention Sturzgefahr Unabhängiges Leben

Ältere Menschen ab 65 Jahren sind häufig sturzgefährdet. Dies kann zu schlimmen Verletzungen wie Knochenbrüchen oder Hirnschäden führen. Jeden Tag landen mehr als 280 ältere Menschen aufgrund eines Sturzes in der Notaufnahme. Das hat große Auswirkungen auf ihre Gesundheit, ihre Lebensqualität und auch auf die Kosten im Gesundheitswesen.

Sie können etwas tun, um Stürze zu verhindern. Wir nennen das Sturzprävention. Indem wir uns mit den Ursachen von Stürzen befassen, z. B. mit Medikamenten, die Sie einnehmen, oder mit einem erhöhten Risiko, können wir gemeinsam daran arbeiten, das Sturzrisiko zu verringern.

Valpreventie

Was macht die Apotheke?

In der Apotheke möchten wir helfen, das Sturzrisiko zu verringern. Wir können:

  • Risikofaktoren erkennen, z.B. durch einen kurzen Sturzrisikotest.
  • Beratung zu Ihrer Medikation, wie z.B. das Absetzen oder Anpassen von Medikamenten, die das Sturzrisiko erhöhen.
  • Überweisung an einen Physiotherapeuten oder einen anderen Gesundheitsdienstleister für ein Übungsprogramm oder weitere Analysen.

Wie funktioniert dieses Pflegeprogramm?

Wir haben ein Pflegeprogramm entwickelt, um Stürze zu reduzieren. Dieses Programm besteht aus den folgenden Schritten:

  1. Wir wählen Patienten mit einem höheren Sturzrisiko aus:

    • Personen über 65 Jahre, die bestimmte Medikamente wie Schlaf- oder Beruhigungsmittel (Benzodiazepine) einnehmen.
    • Personen mit Osteoporose (Knochenschwund).
    • Personen, die sowohl Osteoporose haben als auch Schlaf- oder Beruhigungsmittel einnehmen.
  2. Wir bewerten das Sturzrisiko mit einem kurzen Sturzrisikotest:

    Wir bewerten Ihr Sturzrisiko mit einem kurzen Fragebogen.

  3. Eventuell überweisen wir Sie:

    Wenn bei Ihnen ein erhöhtes Risiko festgestellt wird, können wir Sie an einen Physiotherapeuten (für Übungen oder ein Trainingsprogramm) oder einen anderen Gesundheitsdienstleister überweisen.

  4. Wir führen eine Sturzrisikoberatung in der Apotheke durch:

    Wenn Sie ein hohes Risikoprofil haben, laden wir Sie zu einer Beratung ein. Während dieser Beratung gehen wir eine umfassende Medikamentenliste durch; die StoppFall-Medikamentenliste. Anhand dieser Liste und zusätzlicher Fragen können wir Ihnen mit Ratschlägen, möglichen Medikamentenanpassungen oder der Überweisung an einen Physiotherapeuten helfen.

    Die StoppFall-Risikoliste ist eine Medikamentenliste, die dabei hilft, sturzgefährdete Medikamente zu identifizieren und die Schritte, die unternommen werden können, um eine Verjüngung oder Anpassung der Medikation zu unterstützen

    Während der Sturzrisiko-Beratung werden wir besprechen:

    • Die Medikamenteneinnahme: Schlafmittel, Blutdrucksenker oder andere Medikamente, die Stürze verursachen können.
    • Ihr Gesundheitszustand: Frühere Stürze, Schwindel, Gleichgewichtsprobleme, Osteoporose oder Muskelschwäche.
    • Ihr Lebensstil und Ihr Umfeld: Bewegen Sie sich ausreichend? Ist Ihr Zuhause sicher eingerichtet?
    • Andere Faktoren: Seh- oder Hörprobleme oder die Verwendung von Hilfsmitteln.
  5. Medikamentenberatung:

    Wir unterstützen Sie beim Absetzen, Reduzieren oder Ersetzen von Medikamenten, die das Sturzrisiko erhöhen.

Warum ist das wichtig?

Durch die Verringerung des Sturzrisikos können Sie länger unabhängig leben, Ihre Lebensqualität verbessern und das Verletzungsrisiko verringern.

Haben Sie Fragen oder möchten Sie am Betreuungsprogramm teilnehmen?

Kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter.