Fußpilz und Schwimmekzem
Fußpilz, auch bekannt als Schwimmekzem, ist weit verbreitet. Er tritt meist zwischen den Zehen auf und ist an Juckreiz, Schuppung, Rissen und manchmal auch Blasen zu erkennen. Die Ursache ist ein Pilz, der in warmen, feuchten Umgebungen wie Sportschuhen oder öffentlichen Duschen gut wächst.
Behandlung mit Mitteln zur Selbstbehandlung
Die meisten Menschen können Fußpilz gut mit Mitteln behandeln, die Sie bei uns rezeptfrei kaufen können. Diese Mittel sind sicher und helfen in der Regel gut, wenn man sie richtig anwendet.
Es gibt verschiedene Arten von Wirkstoffen:
- Miconazol oder Clotrimazol: pilztötende Cremes oder Sprays.
- Terbinafin: wirkt oft schneller als Miconazol und ist auch in Cremeform rezeptfrei erhältlich.
Diese Mittel sind für die äußerliche Behandlung, d.h. auf der Haut bestimmt. In der Regel müssen Sie sie 2 bis 4 Wochen lang anwenden, auch wenn die Symptome vorher verschwinden. Wenn Sie zu früh aufhören, kann der Pilz wiederkommen.
Wann sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen?
Gehen Sie zu Ihrem Hausarzt, wenn:
- die Symptome nicht innerhalb von 2 Wochen abklingen
- der Pilz sich auf die Fußsohle, die Nägel oder andere Körperteile ausbreitet
- Sie unter starkem Juckreiz oder Schmerzen leiden
- Sie ein vermindertes Immunsystem haben (z. B. bei Diabetes oder Chemotherapie)
Verschreibungspflichtige Medikamente
Wenn Selbstbehandlungsmaßnahmen nicht helfen oder die Infektion schwer ist, kann der Hausarzt Medikamente verschreiben, die Sie einnehmen. Diese werden als orale Antimykotika bezeichnet und wirken von innen nach außen. Sie werden bei hartnäckigem oder ausgedehntem Fußpilz oder Nagelpilz verschrieben.
Die am häufigsten verwendeten Mittel sind:
- Terbinafin-Tabletten: in der Regel 2 bis 6 Wochen, je nach Schweregrad
- Itraconazol-Kapseln: oft in einer einwöchigen Kur, manchmal wiederholt
Diese Mittel können Nebenwirkungen wie Magenverstimmung oder Hautausschläge verursachen. Sie können auch die Leberfunktion beeinträchtigen, insbesondere bei langfristiger Einnahme. Deshalb ist manchmal eine Blutuntersuchung erforderlich.
Außerdem gibt es viele Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, wie zum Beispiel:
- Blutverdünner (wie Acenocoumarol)
- Antidepressiva
- Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen
- einige Antibiotika
Die Rolle der Apotheke
Wir helfen Ihnen mit:
- Beratung bei der Auswahl von Medikamenten zur Selbstbehandlung
- Erläuterung zu Anwendung und Dauer der Behandlung
- Prüfung auf Wechselwirkungen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten
- Beratung mit dem Hausarzt, wenn wir es für nötig halten
- Wiederholte Beschwerden melden
Zweifel, ob ein Medikament geeignet ist? Kommen Sie zu uns, wir denken mit Ihnen mit.
Vorbeugen ist besser als heilen
- Saubere, atmungsaktive Socken tragen
- Täglich die Schuhe wechseln
- In öffentlichen Duschen und Umkleideräumen Flip-Flops tragen
- Die Füße gut abtrocknen, besonders zwischen den Zehen
- Schuhe mit Pilzspray behandeln, um eine erneute Infektion zu verhindern
Fußpilz ist lästig, aber in der Regel leicht zu behandeln. Es gibt viele wirksame Mittel, sowohl rezeptfreie als auch rezeptpflichtige. Wirkt ein Mittel zur Selbstbehandlung nicht? Dann kann der Hausarzt ein stärkeres Mittel verschreiben. Die Apotheke prüft, ob es sich mit Ihren anderen Medikamenten verträgt und berät Sie individuell.
Fragen?
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