Diabetes: Was ist das, was kann man selbst tun und wie können Apotheken helfen?
Wir helfen Ihnen gerne...
Diabetes ist eine häufige, aber oft schwerwiegende Krankheit, die den Blutzuckerspiegel beeinflusst. Doch was genau ist Diabetes, welche Formen gibt es und was können Sie selbst tun, um die Krankheit in den Griff zu bekommen? Wir von der Apotheke helfen Ihnen gerne mit Informationen, Ratschlägen und praktischer Unterstützung auf Ihrem Weg.
Was ist Diabetes?
Diabetes ist eine chronische Erkrankung, bei der der Körper nicht in der Lage ist, den Blutzucker (Glukose) richtig zu regulieren. Glukose ist eine wichtige Energiequelle für den Körper, aber wenn sich zu viel oder zu wenig Glukose im Blut befindet, können gesundheitliche Probleme auftreten. Dies kann sogar zu langfristigen Schäden an Herz, Augen, Nieren und Nerven führen.
Welche Arten von Diabetes gibt es?
Es gibt mehrere Arten von Diabetes, aber die häufigsten sind Typ 1 und Typ 2.
- Diabetes Typ 1: Dieser Typ tritt meist bei Jugendlichen und Kindern auf. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper seine eigenen Zellen angreift, die Insulin produzieren. Menschen mit Typ-1-Diabetes müssen täglich Insulin spritzen, um ihren Blutzuckerspiegel aufrechtzuerhalten.
- Diabetes Typ 2: Dieser Typ tritt meist bei Erwachsenen auf, heutzutage aber auch zunehmend bei jungen Menschen, was teilweise auf eine ungesunde Lebensweise zurückzuführen ist. Bei Typ 2 produziert der Körper zwar noch Insulin, aber nicht mehr genug, oder die Körperzellen reagieren nicht mehr richtig darauf. Dieser Typ ist oft vermeidbar oder kann durch eine Änderung des Lebensstils, z. B. durch gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung, verlangsamt werden.
- Schwangerschaftsdiabetes: Einige Frauen entwickeln während der Schwangerschaft Diabetes. Dies ist in der Regel vorübergehend, kann aber langfristig sowohl die Mutter als auch das Kind einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes aussetzen.
Diabetes; wie wirken die Medikamente?
- Metformin: Dieses Medikament reduziert die von der Leber produzierte Glukosemenge und hilft Ihrem Körper, besser auf Insulin zu reagieren. Dadurch bleibt Ihr Blutzucker besser unter Kontrolle.
- Sulfonylharnstoffderivate (z. B. Gliclazid, Glibenclamid): Diese Medikamente regen die Bauchspeicheldrüse an, mehr Insulin zu produzieren. Dadurch steht Ihrem Körper mehr Insulin zur Verfügung, um den Blutzucker zu senken.
- DPP-4-Hemmer (z. B. Sitagliptin, Linagliptin): Diese Medikamente bewirken, dass bestimmte Hormone länger aktiv bleiben, was dazu beiträgt, mehr Insulin freizusetzen und die Produktion von Zucker in der Leber zu verringern.
- GLP-1-Rezeptor-Agonisten (z. B. Liraglutid, Exenatid): Diese Medikamente stimulieren die Freisetzung von Insulin, wenn Ihr Blutzucker hoch ist, hemmen Ihren Appetit und verlangsamen die Magenentleerung, wodurch Ihr Blutzucker besser reguliert wird.
- SGLT2-Hemmer (z. B. Dapagliflozin, Empagliflozin): Diese Medikamente bewirken, dass überschüssiger Zucker über den Urin ausgeschieden wird, wodurch Ihr Blutzucker sinkt und Ihr Körper weniger Zucker aufnimmt.
- Insulin: Dies ist ein Hormon, das Ihrem Körper hilft, Zucker aus dem Blut aufzunehmen und als Energie zu nutzen. Wenn Ihr Körper nicht genügend Insulin selbst produziert, kann eine Insulininjektion helfen, Ihren Blutzucker zu kontrollieren.
Tipps für die Einnahme von Medikamenten
- Metformin: Nehmen Sie es mit Nahrung ein, um Magenverstimmungen zu vermeiden.
- Insulin: Wechseln Sie die Injektionsstellen, um Hautreizungen zu vermeiden.
- GLP-1-Rezeptor-Agonisten: Befolgen Sie sorgfältig die Gebrauchsanweisung und besprechen Sie Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt.