Angemessene Pflege bei Demenz

Leitfaden
Demenz Vertragliche Pflege Pflege Pflegeprogramm

Pflegeprogramm für Menschen mit Demenz

In den Niederlanden sind etwa 290.000 Menschen an Demenz erkrankt. Etwa 15.000 von ihnen sind jünger als 65 Jahre alt. Nach Angaben von Alzheimer Nederland wird diese Zahl bis 2050 auf mehr als 620.000 Menschen ansteigen. Demenz ist die Krankheit, die in den Niederlanden die meisten Gesundheitskosten verursacht. Im Jahr 2020 beliefen sich die Kosten auf 10,6 Milliarden Euro, und dieser Betrag wird aufgrund der wachsenden Zahl von Demenzkranken weiter ansteigen. Nach Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Demenz die dritthäufigste Todesursache in den Niederlanden.

Personen mit Demenz brauchen viel Pflege. Deshalb haben die Apothekerorganisation Pact und die Krankenkasse das Programm 'Angemessene Pflege bei Demenz' ins Leben gerufen. Unsere Apotheke nimmt an diesem Programm teil. Ziel ist es, die Pflege besser auf das Krankheitsstadium und die Wünsche des Patienten und der informellen Betreuer abzustimmen.

Patienten mit Demenz haben eine Lebenserwartung von 6,5 Jahren. Diese Patientengruppe ist sehr bedürftig. Um die Versorgung älterer Menschen mit Demenz zu verbessern, haben die Apothekerorganisation Pact und die Krankenkassen das Programm "Angemessene Versorgung bei Demenz" ins Leben gerufen. Unsere Apotheke hat sich diesem Programm angeschlossen. Ziel dieses Programms ist es, die Versorgung besser auf das Krankheitsstadium abzustimmen und die Bedürfnisse der Patienten und auch der informellen Betreuer zu erfüllen.

Dementie

Was macht dieses Programm?

Dieses Programm bietet Menschen mit Gedächtnisproblemen und ihren informellen Betreuern eine gute pharmazeutische Versorgung. Das Programm trägt dazu bei, die sichere Anwendung von Arzneimitteln zu verbessern und zu gewährleisten, so dass die Lebensqualität verbessert oder erhalten wird. Zu diesem Zweck arbeitet der (Haus-)Apotheker mit verschiedenen Leistungserbringern zusammen, z. B. mit Hausärzten, Praxismitarbeitern, Geriatern, Case Managern, Geriatriespezialisten und Gemeindeschwestern. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es uns, die beste Versorgung zu bieten und die Lebensqualität zu verbessern oder zu erhalten.

Was kann die Apotheke für Sie mit Demenz tun?

Der Apotheker hilft bei der Betreuung von Menschen mit Demenz und ihren informellen Betreuern rund um Medikamente. Wir sorgen dafür, dass die Medikamente richtig angewendet und Nebenwirkungen vermieden werden.

Demenz kann nicht geheilt werden. Aber wenn die Krankheit früh erkannt wird, können wir mit der richtigen Behandlung Symptome wie Niedergeschlagenheit, Schmerzen, Schlaflosigkeit, Aggression und Angstzustände lindern. Wir können auch die Verschlechterung verlangsamen. Wir sorgen dafür, dass sich Demenzkranke und ihre informellen Betreuer wohl fühlen und eine gute Lebensqualität haben. Wir wollen Schmerzen und Beschwerden vorbeugen und ihnen helfen, gesund zu bleiben.

Die Apotheke hilft, indem sie über die sichere Anwendung von Arzneimitteln berät, dafür sorgt, dass die Medikamente richtig eingenommen werden und unangenehme Nebenwirkungen verhindert werden.

Wie funktioniert eine angemessene Betreuung bei Demenz?

Gemeinsam mit Ihnen und/oder Ihrer informellen Pflegeperson gehen wir drei Schritte durch. Die Schritte beziehen sich nur auf den Einsatz von Medikamenten.

  1. Untersuchen Sie, ob es Probleme bei der Einnahme des Medikaments gibt und ob es Nebenwirkungen gibt.

  2. Besprechen Sie Ihre Bedürfnisse und Wünsche (und/oder die der Pflegeperson).

  3. Sie dabei zu unterstützen, so unabhängig wie möglich zu bleiben, Probleme und Nebenwirkungen zu lösen und Ihnen zu helfen, die Einnahme von Medikamenten sicher fortzusetzen.

Diese Schritte werden alle sechs Monate wiederholt.

Welche Gebühren dürfen Apotheken verlangen?"

Die Krankenkasse hält es für wichtig, dass Menschen mit Gedächtnisproblemen und Demenz eine gute pharmazeutische Betreuung erhalten. Aus diesem Grund werden Apotheker für diese Betreuung vergütet. Diese Kosten können der Krankenkasse als Zusatzkosten zu den regulären Pflegekosten in Rechnung gestellt werden. Diese Kosten können unter Ihren Selbstbehalt fallen.